Bericht von Nina Richter.

Am Wochenende vom 06.-08.09.2019 taten sich die Ortsgruppen Eching und Neufahrn erstmals zusammen, um unseren „Großen“ eine Seite der Wasserwacht zu zeigen, welche für die Jugendlichen bisher eher mit Fragezeichen verbunden war: Die Schnelleinsatzgruppe, kurz SEG. Mit einem vollen Programm, inklusive vier Einsätzen (eigentlich nur drei, da einer auf dem Weg abbestellt wurde – man muss ja realitätsnah bleiben 😉 ) und einigen Theorie- und Praxiseinheiten wurde viel gelernt, gelacht und ausprobiert.

Bevor die eigentlichen 30 Stunden mit vollster Einsatzbereitschaft beginnen konnte, musste erst die passende Einsatzkleidung und Wasserretteranzüge in den richtigen Größen gefunden werden. Deshalb ging es am Freitagabend erst noch nach Marzling, wo wir uns diese freundlicherweise von der OG Freising ausleihen durften. Nach einem Crashkurs in Kartenlesen und dem Abfahren verschiedener möglicher Einsatzorte ging es für eine Nacht nochmal ins eigene Bett, bevor es dann in alter Frische am Samstagmorgen um 8 Uhr an der Echinger Wache richtig losging. Zunächst folgte eine Theorieeinheit, die es in sich hatte: Funken lernen, Materialpflege, Einsatzautos inspizieren, SAN-Rucksack und Erste Hilfe durchsprechen, Blutdruck messen üben, ein Vortrag über Gefahren und Vorgehensweisen beim Einsatz. Als das Mittagessen dann auf dem Tisch stand, dauerte es auch nicht mehr lange bis es hieß: EINSATZ! Nachdem erst noch panisch alles durchgecheckt wurde, machten sich alle auf den Weg zum Hollerner See. Dortiges Szenario: Eine Person auf der Insel, welche nicht mehr zurückkommt, zwei weitere werden vermisst. Nachdem die beiden gefunden wurden, kam raus, dass noch ein weiterer Taucher vermisst wird. Nach einer kurzen Suchaktion sowohl an Land, als auch im Wasser wurde aber auch dieser gefunden und der Einsatz konnte beendet werden.

Nach der Nachbesprechung, Materialpflege und einem gemütlichen Abendessen startete es ins Abendprogramm. Doch schon nach zehn Minuten „The Guardian“ schauen, gab es schon wieder eine Unterbrechung, die Pipser klingelten. Einsatzmeldung: Person im Wasser. Nach und nach trotteten alle Jugendlichen los Richtung Moosburg, doch auf der Hälfte der Strecke wurden sie wieder abbestellt, war wohl doch nur ein Reh 😉 . Zurück an der Wache wurde der Film noch zu Ende geschaut und dann schließlich geschlafen.

Die Nacht war allerdings nicht so lange wie erhofft: Um 5 Uhr wurden die Jugendlichen aus dem Bett geklingelt und dann ging es auch schon schnurstracks zum nächsten Einsatz am Mühlsee. Dieses Mal war es eine eskalierende Jugendfeier, wobei vier Mädels das Wochenende mit zu vielen berauschenden Mitteln feierten. Zwei davon waren im Wasser, eine durch den starken Nebel nicht mal zu sehen. Die anderen beiden hatten ihren Spaß am Ufer, ihr Vater war so verschreckt, dass er einen Herzinfarkt bekam. Aber auch diese Aufgabe wurde von den acht trotz Eiseskälte gemeistert.

Als alles zusammengeräumt wurde und jeder in der warmen Wache angekommen war, gab es erstmal Frühstück und der Einsatz wurde gemeinsam besprochen.  Es folgte eine Praxiseinheit mit Knotenkunde und dem Wurfretter und Infos über die Absicherung und Gefährdungen an Fließgewässern. Um 10:10 Uhr machte es auch schon wieder „PIEP! PIEP! PIEP!“ und der letzte Einsatz ging los. Dieser war an der Moosach, wo eine Radfahrerin aus dem Wasser gerettet werden musste und eine mit vielen blutigen Verletzungen im Gebüsch gefunden wurde.

Nachdem alle wieder in Eching angekommen sind, wurde nochmal alles besprochen, geputzt und aufgeräumt. Danach durften alle, sowohl Erwachsene als auch Jugendliche, nach diesem äußerst erfolgreichen aber auch anstrengenden Wochenende nach Hause in ihr warmes Bett.

Zum Schluss müssen wir uns nochmal bei allen Beteiligten bedanken. Vor allem bei den Organisatoren, für diese doch sehr aufwendige Planung und Vorbereitung! Danke auch an die Wasserwacht Eching für diese tolle Zusammenarbeit, welche sich im nächsten Jahr hoffentlich wiederholen lässt.

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